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Schullesungen in Wiesbaden

Erstmals im Rahmen der »Hessischen Literaturtage 2006« und seit 2008 regelmäßig bietet der Landesverband Hessen des Verbands deutscher Schriftsteller (VS) den Wiesbadener Schulen sämtlicher Altersstufen und Schulformen mit Beginn eines jeden neuen Schuljahrs die Möglichkeit, Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus Hessen für Autorenlesungen, weitergehende Gespräche und Werkstätten einzuladen.

Zum größten Teil finanziert wird diese Maßnahme vom Kulturamt und dem Schulamt der Landeshauptstadt Wiesbaden. Das Staatliche Schulamt für die Landeshauptstadt Wiesbaden und den Rheingau-Taunus-Kreis unterstützt das Projekt inhaltlich.

Für die Honorare der Autorinnen und Autoren kommen die fördernden Institutionen auf, die beteiligten Schulen haben pro Veranstaltung lediglich einen Zuschuss von 100,- Euro zu leisten. Da die bereitgestellten Fördergelder aus dem Etat der Stadt Wiesbaden kommen, können nur Schulen im Stadtbezirk Wiesbaden dieses Angebot wahrnehmen. Diese erhalten zum Beginn jedes Schuljahres eine Liste mit Lesungsvorschlägen, die Autorinnen und Autoren aus ganz Hessen von der Kinderbuchautorin bis zum Krimischreiber aufführt und genaue Angaben zu den Inhalten der Lesungen und der vorgestellten Werke sowie zur Altersstufe, an die sich das jeweilige Lesungsangebot richtet, enthält.

Karina Odenthal liest in der Grundschule Nordenstadt, 2.11.2010

Karina Odenthal liest in der Grundschule Nordenstadt, 2.11.2010

Die aufgeführten Autorinnen und Autoren stehen gerne für die Vor- und Nachbereitung der Veranstaltung zur Verfügung, von den zuständigen Lehrern wird erwartet, dass sie dieses Angebot wahrnehmen und sich mit ihren Schülern gemeinsam im Unterricht auf die Veranstaltung vorbereiten. Die Lesungen sollten möglichst im Klassenverbund stattfinden, maximal vor zwei Klassen gemeinsam. Ab einer Zuhörerschaft von über 50 Schülern sinkt erfahrungsgemäß die Produktivität einer solchen Veranstaltung. Als zeitlicher Rahmen sind zwei Schulstunden anzusetzen.

Mit den zur Verfügung stehenden Mitteln lassen sich pro Jahr etwa 14 Lesungen finanzieren. Da meist sehr viel mehr Schulen Interesse an einer Lesung bekunden, muss jeweils eine Auswahl getroffen und leider auch Absagen erteilt werden. Bei der Auswahl wird jedoch prinzipiell versucht, das Gebot der Fairness walten zu lassen und solche Schulen bevorzugt zu behandeln, die im letzten Jahr leer ausgingen. Abgesehen davon, vermitteln wir auch gerne außerhalb des geförderten Projekts Kolleginnen und Kollegen für Lesungen an Schulen, die bereit sind, die Honorarkosten in voller Höhe selbst aufzubringen.

Kontakt: Alexander Pfeiffer